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Megaupload — Accounts und Abonnements #2

Der Vergleich

Unser Beispiel für einen populären Filesharing-Service ist MediaFire. Dieser existiert schon seit langem, ist nur ein Jahr jünger als Megaupload.com, hat sich aber in seiner langen Lebenszeit stark gewandelt. Das wichtigste an MediaFire ist jedoch, dass seiner Betreiber schon immer starke Konkurrenten von Megaupload waren und immer wieder sich von der Seite zu distanzieren versuchten. Doch wie viel Wahrheit steckt denn darin? Ist MediaFire wirklich ganz anders? Schauen wir uns mal ihr Modell an.

Wie bei Megaupload.com ist der Zugriff auf MediaFires Dateiangebot größtenteils für jeden Nutzer kostenlos, wenn auch durch auf die Seite geschaltete Werbungen finanziert. Allerdings ist das Filesharing an sich ein anderer Prozess verglichen mit Megaupload. Hier bei MediaFire gibt es nämlich zwei verschiedene Modi zum Datenaustausch: „Privat“ und „öffentlich“.

Private Dateien werden nur mit einer bestimmten Person oder Gruppe von Personen geteilt und sind nur für die Zielpersonen zugänglich. Oft werden private Dateien hochgeladen, wenn das relativ niedrige 200 MB-Datenlimit für Anhänge in Gmail überschritten wurde.

Öffentliche Dateien verhalten sich deutlich ähnlicher zum normalen Datenaustausch in Megaupload. Hier wird eine Datei hochgeladen, die folglich durch einen speziellen Link für alle Internetnutzer zugänglich ist. Jeder, der Zugriff auf den Link hat, kann diese Datei also herunterladen, oder? Nicht ganz.

Abgesehen von One-Time-Links, die nur ein einziges Mal funktionieren und so nur einen Download der verbundenen Datei ermöglichen, gibt es auch bei MediaFire ein gewisses Limit.

Dieses Limit ist aber nicht mit dem Download wie bei Megaupload verbunden, sondern mit dem Upload. Bei MediaFire kann man nämlich als kostenloser, registrierter Nutzer nur 10 GB an Daten auf die Seite hochladen. „Premium-Accounts“ sind in zwei Stufen verfügbar, Pro und Business.

Pro-Accounts müssen etwa 4 Euro pro Monat als Abonnement abbezahlen. Im Gegenzug bekommen sie 1 TB an Datenspeicher, also hundertmal so viel wie ein kostenloser Basisaccount.

Außerdem können Pro-Nutzer auch ohne Werbung auf Downloads zugreifen und ganze Ordner an Dateien gleichzeitig herunterladen.

Business-Nutzer hingegen bekommen 100 TB an Datenvolumen und einige Extras wie eine eigene Firmenseite und Sicherheitsfeatures sowie schnelleren und effektiveren Support seitens MediaFire, müssen aber auch dafür satte 40 Euro pro Monat zahlen.

Es gibt sogar für die kostenlosen Basisnutzer einige Möglichkeiten, ihr Datenvolumen auf bis zu 50 GB, also das fünffache des Standardbetrags, zu steigern, zum Beispiel das Teilen und Weiterverbreiten von MediaFire und deren Links auf Facebook oder Twitter.

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, dass MediaFire mit denselben Tricks arbeitet wie Megaupload. Wie das Vorbild basiert auch ihr Modell größtenteils, allerdings nicht ausschließlich auf „instant gratification“, nur sind bei MediaFire viele Features günstiger oder gar kostenlos, die auf Megaupload deutlich kostspieliger und riskanter für den Nutzer waren. Das erklärt auch wahrscheinlich, wieso MediaFire längst nicht so lukrativ, aber auch längst nicht so kontrovers wie Megaupload.com geworden ist.

Andere Genrekonkurrenten wie ZippyShare, Uploaded oder 4Shared benutzen oft ebenfalls auf Megaupload basierende Bezahlsysteme, und das ist keineswegs verwunderlich.

Schließlich war Megaupload die finanziell erfolgreichste Filesharing-Webseite ihrer Zeit.

Zippyshare Filehosting

Erklärung des Services

Zippyshare ist eine Filehosting Website auf der Benutzer Dateien, Bilder, Videos, Sounddateien, Texte etc. mit einer maximalen Größe von 200 Megabyte pro Datei up- sowie downloaden können. Der Upload funktioniert über ein einfach zu bedienendes Drag & Drop Fenster oder durch das klassische durchsuchen nach den gewünschten Dateien auf dem jeweiligen PC. Wenn man eine Datei herunterladen möchte benötigt man dafür den Download Link des Uploaders, der nach dem Hochladen automatisch erstellt wird. Die Benutzeroberfläche ist in zwölf verschiedenen Sprachen anzeigbar. Ein großer Vorteil von Zippyshare im Vergleich zu vielen anderen Filehostern ist, dass der Service komplett kostenlos ist und es dennoch keine Geschwindigkeitsbeschränkungen gibt. Zwar ist es möglich einen Account zu erstellen, es ist aber nicht zwingend notwendig. Ein Account hat den Vorteil, dass man eine Übersicht über all seine getätigten Vorgänge hat. Ausserdem ist es möglich Files als sogenannten Private Upload zu markieren. Damit wird sichergestellt, dass nur ausgewählte Benutzer Zugriff darauf haben. Es ist auch möglich mehrere Dateien auf einmal hoch- oder herunterzuladen. Alle Files sind maximal 30 Tage nach der letzen Nutzung verfügbar. Die Seite ist grundsätzlich legal, dennoch besteht die Möglichkeit das User illegale Dateien hochladen. Es besteht die Möglichkeit ein Ticket an die Administratoren zu schreiben sollte man solch eine Datei entdeckt haben.

Preismodell

Wie bereits erwähnt ist Zippyshare komplett kostenlos.

Bonusprogramme / Partnerprogramme

Diese Hosting Seite verfügt über keine Partner- oder Bonusprogramme.

Verdienstmöglichkeiten

Zippyshare bietet keine Verdienstmöglichkeiten an.